11.05.2020

Sicher unterwegs mit dem Fahrradanhänger

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Dann geht es mit der Familie nach draußen – und zwar am liebsten per Rad. Um auch mit kleinen Kindern größere Strecken zu bewältigen, sind Anhänger für das Fahrrad ideal. In ihnen lässt sich der Nachwuchs geschützt mitnehmen. Was es beim Kauf eines Anhänger für das Fahrrad zu beachten gilt, welche Sicherheitsfeatures unbedingt mit an Bord sein sollten und warum ein Kinderanhänger besser ist als ein Kindersitz, erläutert dieser Artikel.

Anhänger fürs Fahrrad: Darauf gilt es beim Kauf zu achten

1. Die Bereifung

Große Reifen sorgen für einen sicheren Lauf und absorbieren kleine Unebenheiten des Untergrundes. Auf diese Weise wird das Fahrgefühl ruhiger und der Kinderanhänger liegt besser auf der Straße. Ein echtes Plus – vor allem auf unebenen Wald- und Feldwegen. Wir empfehlen die Verwendung von Reifen mit einem Durchmesser von mindestens 16 Zoll.

2. Die Federung

Eine integrierte Federung verbessert den Komfort. Sie ist vor allem für Vielfahrer empfehlenswert, auch bei Fahrten in unebenem Gelände ist eine Federung ein lohnenswertes Extra.

3. Der Speichenschutz

Ein vormontierter Speichenschutz verhindert, dass das Kind während der Fahrt in das rotierende Rad greift. Er ist dann unerlässlich, wenn die Arme des Kindes lang genug sind, um das Rad zu erreichen. Beim Transport von Kleinstkindern ist ein Speichenschutz in der Regel jedoch noch nicht erforderlich.

4. Der UV- und Insektenschutz

Viele Fahrradanhänger für Kinder sind mit einem integrierten UV-Schutz ausgestattet und schützen das Kind ohne zusätzlichen Aufwand vor den schädlichen Anteilen im Sonnenlicht. Einige Modelle verfügen zusätzlich über ein Fliegengitter. Dieses ist vor allem im Frühjahr und Sommer von großem Nutzen. Kinder können zwar an der frischen Luft mitfahren, laufen dabei jedoch nicht Gefahr von Insekten belästigt oder gestochen zu werden.

5. Die Kopf- und Beinfreiheit

Der Innenraum des Fahrradanhängers sollte dem Kind ausreichend Platz bieten. Dies gilt sowohl für die Breite des Innenraums als auch für dessen Höhe. Als Faustregel gilt: Oberhalb des Kindskopfes sollten mindestens 10 Zentimeter Platz sein, damit dieser bei einer Erschütterung nicht mit dem Dach des Anhängers in Kontakt gerät.

Kinderanhänger für das Fahrrad: Sicherheit geht vor

Die Sicherheit des Kindes hat beim Kauf eines Kinderanhängers oberste Priorität. Wichtige Sicherheitsmerkmale sind unter anderem:

  • Ein gut funktionierendes 5-Punkte-Gurtsystem
  • Ein negativer Radsturz bzw. nach außen gestellte Räder
  • Die Einhaltung von Qualitätsstandards, nachgewiesen durch ein TÜV-Siegel oder GS-Symbol
  • Materialien sind schadstofffrei
  • Auffällige oder reflektierende Materialoberfläche

 

Achtung: Mit der Veröffentlichung der 52. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften benötigen Fahrradanhänger ab einer gewissen Größe eine separate Beleuchtung. Ist der Anhänger breiter als 600 mm, muss der Anhänger über zwei weiße, nach vorne gerichtete Rückstrahler verfügen. Bei einer Breite von mehr als 1000 mm ist eine zusätzliche Leuchte auf der linken Seite erforderlich.

Sofern mehr als 50 Prozent vom Fahrradrücklicht verdeckt sind, muss am Kinderanhänger ein roter Rückstrahler montiert werden. Dieser ist auch bei einer Breite von mehr als 600 mm erforderlich. Der Rückstrahler darf jeweils maximal 200 mm vom äußeren Rand des Anhängers entfernt sein.

Fahrradanhänger vs. Fahrradsitz: Was ist besser?

Verschiedene Crashtests – unter anderem vom ADAC und vom Allianz-Zentrum für Technik (kurz: AZT) - haben bewiesen: Die Verletzungsgefahr im Anhänger ist deutlich geringer als im Kindersitz. Die Ursache liegt in der geringeren Fallhöhe sowie der Schutzwirkung der Anhängerkonstruktion.

Auch in puncto Komfort haben Fahrradanhänger die Nase vorn. Sie lassen sich aufgrund der wechselbaren Bereifung optimal an den jeweiligen Untergrund anpassen und sorgen dank der oftmals integrierten Federung für ein besonders bequemes Mitfahren des Kindes.

Fahrradanhänger: Bis zu welchem Alter darf das Kind mitfahren?

In einem Kinderanhänger dürfen Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren transportiert werden. Der Fahrer des Zugfahrrades muss mindestens 16 Jahre alt sein. Hinweis für Urlauber: In vielen Ländern gelten andere Vorschriften. In einigen ist die Nutzung sogar gänzlich verboten. Dazu zählen unter anderem:

  • Griechenland
  • Irland
  • Spanien
  • Tschechien
  • Kroatien
  • Luxemburg

 

Kinderanhänger für das Fahrrad: Übung macht den Meister

Vor der ersten gemeinsamen Tour mit ihrem Kind sollten Eltern das Radfahren mit Kinderanhänger ausgiebig üben. Testfahrten helfen dabei, den längeren Bremsweg einschätzen und bei Kurven einen größeren Bogen fahren zu können – denn nur so bleibt der Fahrradanhänger in der Spur. Als Testgewicht empfehlen wir die Verwendung von alten Zeitungen oder einer Getränkekiste, um das Gewicht des Kindes zu simulieren.

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Dieser Blog-Beitrag wurde von unserer Partnerkanzlei VETO Rechtsanwaltsgesellschaft mbH auf rechtliche Korrektheit überprüft.

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