05.03.2018

Darauf sollten Sie beim Kaufvertrag Ihres Autos achten

Sie finden Ihren neuen Traumwagen: Blitzeblank geputzt, auf den ersten Blick technisch in gutem Zustand und dann auch noch zu einem interessanten Preis. Perfekt wird Ihr Autokauf aber erst dann, wenn beim Kaufvertrag alles seine Richtigkeit hat.

Manchmal ist es Liebe auf den ersten Blick – dann muss es genau dieses Auto sein und kein anderes. Doch trotz Herzklopfens ist es wichtig, dass Sie beim Autokauf einen klaren Kopf behalten, denn gerade der Kauf eines Gebraucht-KFZs birgt manchmal Tücken. Es kann sich also lohnen, den Kaufvertrag vor der Unterschrift ganz genau zu überprüfen.

Stammdaten vollständig?

Ganz wichtig sind natürlich die persönlichen Daten des Verkäufers und des Käufers: Vorname und Nachname, Straße, Postleitzahl, Ort und am besten zwei Telefonnummern – mobil und Festnetz. Idealerweise kommen noch Kopien der Personalausweise und die TÜV-Bescheinigungen hinzu, doch das ist nicht vorgeschrieben. Zwingend vorhanden sein müssen aber Fahrzeugschein („Zulassungsbescheinigung Teil 1“) und Fahrzeugbrief („Zulassungsbescheinigung Teil 2“).

Traumwagen genau beschrieben?

Jedes Fahrzeug hat wichtige Identifizierungsmerkmale wie zum Beispiel die Modellbezeichnung, den Namen des Herstellers, die Fahrgestellnummer und die Nummer des Fahrzeugbriefs. Dazu gehören auch Angaben zur Erstzulassung, zum Kilometerstand, das alte Kennzeichen sowie der nächste TÜV- und HU-Termin – und natürlich auch Zubehör, das mitverkauft wird, wie ein Satz Winterreifen oder der Fahrradträger.

Bekannte Mängel, Unfälle und Reparaturen aufgelistet?

In einem freien Textfeld können zum Beispiel Lackkratzer, Unfälle sowie erfolgte Reparaturen inklusive des Reparaturdatums, des damaligen Kilometerstands und der Kosten vermerkt werden – es gilt: je detailreicher, desto besser. Hier ist auch Raum für eine Anmerkung, ob das Fahrzeug gewerblich genutzt wurde oder nicht.

Kaufvertrag lesbar ausfüllen, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden

Wenn ein Fahrzeug den Besitzer wechselt, ist ein gut lesbarer, klar formulierter Kaufvertrag eine der besten Voraussetzungen dafür, dass es keine Rechtsstreitigkeiten gibt – zumindest nicht wegen der Unlesbarkeit der Klauseln und Freitexte im Kaufvertrag.

Gut zu wissen: Kunden der DEURAG finden in unserem Formular-Service Muster-Kaufverträge für Gebrauchtwagen.

Was können Käufer von Gebrauchtwagen noch tun, um auf Nummer sicher zu gehen?

  • Seriosität des Verkäufers überprüfen
    Sind die Geschichten, die während eines Autokaufs erzählt werden, in sich stimmig? Antwortet der Käufer offen, transparent und umfassend auf Fragen – auch bei den eher unschönen Dingen wie Unfälle oder Reparaturen?
  • Umfangreiche Probefahrt machen
    Eine ideale Probefahrt dauert mindestens 30 Minuten und umfasst Stadt-, Land- und Autobahnstrecken – Verkehrssicherheit und eine gültige Versicherung vorausgesetzt. Beim ADAC gibt es eine praktische Checkliste für die Probefahrt.
  • Werkstatt einbeziehen
    Ein seriöser Verkäufer wird nichts dagegen haben, wenn der potenzielle Käufer seinen Traumwagen vor dem Kauf in einer Werkstatt auf Herz und Nieren durchchecken lassen will.
  • Im Zweifel – Gutachter einschalten
    Es gibt KFZ-Sachverständige, die sich auf Gutachten für Gebrauchtfahrzeuge spezialisiert haben. Die Kosten für ein solches Gutachten trägt im Normalfall der Käufer – doch sicher ist sicher.
  • Rechtschutzversicherung abschließen
    Damit Autokäufer auch für den Fall der Fälle gut vorgesorgt haben, empfiehlt es sich, eine Rechtschutzversicherung abzuschließen. So bekommt man starke Unterstützung, falls der Kauf des Traumwagens doch nicht sauber ablief.

 

Sie sehen: Käufer von Gebrauchtwagen sind gut beraten, wenn sie sich nicht nur viel Zeit für die Suche nach dem Traumwagen nehmen, sondern auch für die Abwicklung des Kaufs.


Dieser Blog-Beitrag wurde von unserer Partnerkanzlei Alege auf rechtliche Korrektheit überprüft.

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