Ihre Rechte während der Taxifahrt

Eigentlich ist die Sache klar: Die Fahrerin oder der Fahrer bringt Sie auf dem schnellsten Weg ans Ziel, Sie bezahlen und alles ist gut. Was aber, wenn es mal nicht so glatt läuft? Wenn Sie sich über die Taxigebühren nicht einigen können, der Fahrer keine Quittung ausstellen will oder das Taxameter nicht eingeschaltet war? Eins ist klar, mit der richtigen Versicherung setzen Sie Ihre Ansprüche durch.

Sie haben die freie Wahl!

Egal, ob am Bahnhof, Flughafen oder in der Innenstadt: Taxen reihen sich gerne an belebten Gegenden auf. Doch egal, wie lange das erste Taxi schon auf einen Fahrgast wartet: Sie müssen dort nicht einsteigen. Generell haben Sie freie Wahl, welches Fahrzeug Sie nutzen möchten und sind nicht dazu verpflichtet, das erste zu nehmen. Weder darf ein Fahrer Sie an einen Kollegen vor sich verweisen, noch kann ein Fahrer darauf bestehen, dass Sie die Taxifahrt mit ihm machen. Und auch innerhalb des Fahrzeugs dürfen Sie Ihren Sitzplatz (abgesehen vom Fahrersitz…) frei wählen. Natürlich müssen alle Personen im Auto während der Fahrt angeschnallt sein. Kinder müssen in entsprechenden Sitzen befördert werden. Die Anschnallpflicht gilt seit einigen Jahren auch für Taxifahrten.

Besteht eine Beförderungspflicht beim Taxi?

Taxifahrer dürfen eine Beförderung innerhalb ihres Pflichtfahrgebiets grundsätzlich nicht verweigern. Ihre Pflicht zur Beförderung ergibt sich hierbei aus §22 Personenbeförderungsgesetz in Verbindung mit §13 Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr. Dies gilt auch bei sehr kurzen Fahrten und der Beförderung von leicht alkoholisierten Personen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Darf ein Taxifahrer die Fahrt verweigern?

In bestimmten Fällen darf ein Taxifahrer die Mitnahme von Fahrgästen zum eigenen Schutz und dem anderer Personen ablehnen. Zum Beispiel wenn ein Fahrgast sehr betrunken ist, unter Drogen steht oder sich aggressiv verhält. Und wenn jemand eine Waffe mit sich führt, muss der Fahrer ihn selbstverständlich auch nicht einsteigen lassen. Auch stark blutende Verletzungen, Rauchen oder ein sehr schmutziges Äußeres entbinden den Fahrer von seiner Beförderungspflicht. Zu große oder stinkende Gegenstände muss der Fahrer nicht transportieren. Wirft der Fahrgast Dinge aus dem Taxi, darf der Fahrer die Fahrt abbrechen. Schwangere, bei denen die Wehen eingesetzt haben, haben keinen besonderen gesetzlichen Anspruch auf die Beförderung im Taxi.

Die kürzeste Strecke zum üblichen Preis

Haben Sie keinen anderslautenden Wunsch geäußert, ist der Taxifahrer verpflichtet, sie stets auf der kürzesten Strecke zum gewünschten Ziel zu fahren. In seinem „Pflichtfahrgebiet ist der Fahrer außerdem dazu verpflichtet, Sie zum ortsüblichen Tarif zu befördern. Das Pflichtfahrgebiet umfasst mindestens das örtliche Stadtgebiet und falls es in der Nähe einen Flughafen gibt, meist auch den. Festpreisabsprachen, bei denen dann das Taxameter nicht eingeschaltet wird, sind illegal. Der gültige Tarif muss auf einem Aufkleber an der Scheibe für die Fahrgäste ersichtlich sein und der Fahrer muss Ihnen eine Taxi-Quittung ausstellen.

Welche Versicherung hilft im Streitfall?

Gibt es Umstände zu bemängeln, hilft Ihnen der Vertrags-Rechtsschutz, der in einer privaten Rechtsschutzversicherung enthalten ist. Er greift, wenn Sie als Privatperson einen Vertrag (in diesem Falle mit dem Taxifahrer über die Beförderung) abgeschlossen haben. Im Falle eines Unfalls, bei dem Sie sich verletzt haben, können Sie eventuelle Schadensersatzansprüche ebenfalls über die private Rechtsschutzversicherung geltend machen, wenn die Police Verkehrs-Rechtsschutz umfasst.

Taxi und Hund – meist nur im Kofferraum möglich

Der Fahrer ist verpflichtet, Bello und Mieze (die allerdings im Katzenkorb) mitzunehmen. Dabei dürfen die Tiere aber nicht auf den Sitzplätzen untergebracht werden. Lediglich kleine Hunde dürfen im Fußraum sitzen, größere im Kofferraum eines Kombis oder Großraumtaxis. Ist der Fahrer allergisch gegen das Tier oder hat Angst vor ihm, darf er die Beförderung allerdings verweigern.

Taxi: Gepäckaufschlag ist nicht zulässig!

Hand- und Reisegepäck des Fahrgasts muss bis mindestens 50 kg mitgenommen werden – und das kostenlos. Der Fahrer muss es sicher und (möglichst) so, dass alles reinpasst, im Fahrzeug verstauen.